Freitag, 1. Juni 2012

Farewell Bradley Family

Ein Jahr Au Pair in Neuseeland. Morgen ist es vorbei. Ich steige in den Flieger nach Australien und zwar komme ich für einpaar letzte Tage mit meinem Bruder nochmal zurück ins Land der großen weißen Wolke, aber ein Au Pair bin ich dann nicht mehr. Und meine Kiwifamily ist selbst an der Golden Coast im Urlaub. 'Farewell' heißt es also morgen.
Es war ein wundervolles Jahr. Ein aufregendes, abenteuerliches und manchmal auch anstrengendes Jahr. Es war ein lustiges, ein mich erwachsendes und reifer machendes Jahr. Es war ein Jahr mit Höhen und Tiefen, mit Reisen zu wunderschönen Orten und mit täglich neuen Entdeckungen.
Ich habe wundervolle Menschen kennen gelernt und gleichzeitig erstmal richtig gemerkt, wie wichtig mir meine Familie und meine Freunde daheim sind. Ich habe viiiiel 'typical Kiwifood' gegessen und an manchen Tagen deutsches Brot soooo sehr vermisst, dass ich mir ersatzweise Pumpernickelbrot und Laugenbrezeln gekauft habe um sie in einem Anflug von 'Heimweh auf Brot' in meinem Zimmer verschlang.
Ich habe das Meer vor meiner Haustür bewundert, die Wolken bestaunt (ja ihr könnt mir glauben, die Wolken in Neuseeland sind anders. Viel 3Dimensionaler, aufregender und wunderschön).
Ich hatte ein ganz tolles Jahr, was ich nieeeeemals vergessen werde und auf das ich mein Leben lang gerne zurück blicken werde und es mich auch stolz macht, ein Jahr am anderen Ende der Welt gelebt zu habe.
Ich habe eine zweite Familie 19.000 km von daheim gefunden. Die mich manchmal genervt hat, die mich aber herzlich aufgenommen hat und die immer doch etwas Besonders für mich bleibt.
Es ist schade, dass dieses Land so weit von Deutschland entfernt ist und doch hat diese Entfernung auch seinen besonderen Reiz. Es ist schade, dass die Menschen die mir daheim wichtig sind, keine Möglichkeit haben, zu sehen, was für ein Jahr mein Leben war. Doch anderseits bleibt es so etwas Besonders. Meins. Etwas, was allein mir gehört.
Und auch, wenn es wirklich schade ist zu gehen und ich es irgendwie noch gar nicht glauben kann, dass der Traum, denn ich im Juni 2009 'beschlossen' habe, jetzt schon wieder vorbei ist, so freue ich mich auf Deutschland. Auf mein Deutschland. Weil ich hier unten feststellen musste, dass ich viel viel viel Deutscher bin als ich vorher dacchte. (das ist schrecklich) In mir sind so viele deutsche Eigenschaften, Einstellungen und Ansichten, dass ich mir nicht vorstellen könnte, mein Mutterland dauerhaft zu verlassen. Sicherlich, Neuseeland ist ein Traum. Aber gerade das macht es so bezaubernd. Weil es nicht alltäglich ist und es immer etwas Besonders für mich bleibt. 
Ich freue mich wirklich absolut unbeschreibar auf meine Familie. Auf den Moment, wenn ich aus dem Flieger steige und meine zuckersüßen Eltern sehe, die mich hoffentlich nicht nach 5-Minuten glucken über die Rückkehr nerven. Und ich freue mich soooo sehr auf meine Freunde. Auf meine Mädels die mir hier sooooo abscheulich sehr gefehlt haben, dass ich mich nach jedem Skypen mit ihnen fürchterlich einsam gefühlt habe. Aber jetzt ist es ja vorbei. In genau 2 Wochen sind wir schon für ein großes 'Hello, welcome back' Dinner verabredet und wir haben einander wieder. Und Gott, ich hoffe es gibt so viel zu erzählen und zu lästern...
Und kaum zu glauben, dass ich bald wieder in MEINEM Bett schlafen kann. Es stehen so viele neue wundervolle Veränderungen in meinem Leben an.
Neuer Job, neue erste eigene Wohnung. Ich bin bereit. Es kann losgehen.
Goodbye New Zealand sage ich noch nicht, denn entgültig verlasse ich Neuseeland ja erst am 13. Juni.
Aber Goodbye Au Pair Leben. Vermissen werde ich dich nicht. Vielleicht das Flodder Leben. Aber es war schön, es für ein Jahr erlebt zu haben.

Einpaar Bilder, die beweisen, dass ich eine verdammt gute Zeit hatte :)



Donnerstag, 31. Mai 2012

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 Noch einpaar Rosinenbrötchen für's 'Farewell-Breakfast' übermorgen gebacken.
 


Mittwoch, 30. Mai 2012

German Americans in New Zealand

Der Abschied naht, droht, steht um die Ecke. 
In weniger als 3 (!!!!) Tagen heißt es 'Lebewohl, liebe Kiwifamily' und 'Hello Sydney'. Für meinen Bruder ging es schon vergangen Samstag los. Ein paar Tage hat er jetzt in Singapur verbracht. Sehr heiß, sehr teuer aber geil (so seine mich neidisch machende SMS). Morgen geht es für ihn dann schon nach Australien und er darf sich schon mal schlau machen, was man in der hübschen Stadt so alles erleben kann.
Morgen ist auch mein letzter Tag in meinem Gym. Und ich hätte das selbst von mir nicht erwartet (bääh Sport) aber scheiße, ich werde dieses Fitnessstudio wohl fast mit am meisten vermissen. Die Menschen dort waren soooo superfreundlich und auch heute war wieder so ein Tag, wo ich am liebsten das ganze Team in meinen Koffer packen würde. Ich wurde gefragt, wann ich denn jetzt zurück nach Deutschland gehe und als ich sagte am Samstag war Sally richtig bestürzt und meinte 'We gonna miss you here very much. You're always smiling like a little sunshine.'
Daher dachte ich mir, ganz so einfach kann ich nicht gehen und wie kann man sich am besten von Fitnesstrainern verabschieden? Natürlich mit süßem Gebäck. Und am Besten etwas, was es nicht in Neuseeland gibt, daher musste unbedingt was 'deutsches' her. Für eine Ladung Amerikaner habe ich mich dann entschieden. Die Hälfte wurde aber gleich eingefroren, da ich am Samstag ja ein großes deutsches Abschiedsfrühstück für meine Family mache. Da passen die doch herrvorragend dazu. Für den Tag wird dann noch Marmorkuchen gebacken und ich besorge Brezeln und Laugenstangen aus der 'German Bakery' und Frischkäse. 
Hier mal ein paar Fotos der 'Americans' und für die jenigen, die gerne backen, dass kinderleichte Rezept. Viel Erfolg!

Amerikaner

Für dein Teig: ♥ 200 g Mehl    ♥ 1/2 TL Natron   ♥ 1/2 TLSalz    ♥ 75ml Buttermilch    ♥1/2 TL Vanilleextrakt   ♥ 80g weiche Butter   ♥ 100g Zucker   ♥ 1 Ei
Für den Guss: ♥ 200g Puderzucker   ♥ 1 EL Milch   ♥ 2 TL Zitronensaft   ♥ 1/4 TL Vanilleextrakt    ♥ 20g Kakaopulver   ♥ 2 EL Milch

Backofen auf 180°C vorheizen.
Das Mehl, Salz und Natron mischen. In einer kleinen Schüssel Buttermilch mit Vanilleextrakt verrühren. Die weiche Butter mit dem Zucker etwa 3 Minuten cremig rühren, dann das Ei dazugeben. Gut vermischen. Nun rührt man abwechselnd die Buttermilchmischung mit der Mehlmischung unter. 
Dann mit einem Essläffel ca. 6 gleichgroße Häufchen Teig auf das Backblech geben, dabei genügend (!) Abstand lassen, da sie etwas breit laufen. In den vorgeheizten Ofen geben und eta 15-17 Minuten backen, sie sollten eine goldbraune Farbe haben. In der Mitte sollten sie fest sein, wenn man darauf drückt und darauf achten, dass der Boden nicht zu dunkel wird. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Für den Guss rührt man den Puderzucker zunächst mit dem 1 EL Milch, dem Zitronensaft und dem Vanilleextrakt an. Die Mischung teilen und in eine Hälfte (evtl. mehr Milch oder Puderzucker um Konsistenz zu verändern). Mit jeder Glasur eine Hälfte oder Komplett bestreichen. Trocknen lassen. Nach Belieben auch mit Streuseln etc dekorieren.
Aufessen und glücklich sein :) 

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